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12.06.2017

Sourcing und Cloud

2017 kommen mehr IT-Leistungen aus der Cloud als im Vorjahr. Inzwischen nutzen 75 Prozent der Unternehmen ihre eigene und sogar 79,6 Prozent Leistungen aus einer Anbieter-Cloud. Die hohe Nutzerquote sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ProviderClouds nach wie vor nur einen geringen Anteil an der Gesamtleistung haben. Sie stellen in diesem Jahr 10,2 Prozent aller IT-Services bereit (Vorjahr 6,5 Prozent), während unternehmenseigene Clouds einen Anteil von 36,6 Prozent haben (Vorjahr 27,1 Prozent). Insbesondere Großkonzerne und der Mittelstand haben die Cloud-Nutzung stark ausgebaut. War der Handel im letzten Jahr erstaunlich zurückhaltend, hat er in diesem Jahr ebenfalls aufgestockt.

Sicherheit spielt bei der CloudNutzung eine wichtige Rolle
Zum Abbau von Vorbehalten gegenüber Cloud-Anbietern hat offenbar die Tatsache geführt, dass die meisten großen Provider in den letzten beiden Jahren Rechenzentren in Deutschland aufgebaut haben und sich zunehmend an das Bundesdatenschutzgesetz halten. Ab Mai 2018 gilt ohnehin die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, nach der sich auch außereuropäische Anbieter richten müssen. Ihre Umsetzung stellt auch Unternehmen mit eigener Infrastruktur vor Herausforderungen, unter anderem mit der Erstellung von Datenschutz-Folgeabschätzungen. Das ist auch ein Grund, warum CloudSicherheit in diesem Jahr eines der Top-Themen ist (siehe Kapitel Tops und Flops).

Sicherheit ist auch in diesem Jahr der wichtigste Grund, eine eigene Infrastruktur aufzubauen. Damit meinen Unternehmen aber in erster Linie den Schutz vor Zugriffen ausländischer Behörden. In Bezug auf die technische Sicherheit halten die meisten Befragten demgegenüber die private Anbieter-Cloud für die beste Variante, was sie in den meisten Fällen auch ist.

23 Prozent der Befragten sehen keinen sicherheitstechnischen Unterschied zwischen eigenen und Anbieter-Clouds, darunter vor allem Konzerne. Aus ihrer Sicht ist diese Einschätzung durchaus realistisch, weil sie die entsprechenden Mittel und das Know-how haben, um ihre Infrastruktur umfassend zu schützen. Kleine und mittelgroße Unternehmen sind demgegenüber meistens nicht in der Lage, ein ähnliches Sicherheitsniveau wie ein Cloud-Anbieter zu erreichen, der unter anderem auch aufgrund des Image-Schadens sehr darauf bedacht ist, dass keine Daten kompromittiert werden. 

Kontrolle und Unabhängigkeit werden wichtiger
Abgesehen vom Schutz vor dem Datenzugriff durch ausländische Behörden bauen Unternehmen auch deshalb eigene Clouds auf, um die Kontrolle zu behalten und ihre eigenen Ressourcen zu nutzen. Während der Sicherheitsaspekt aber nicht mehr ganz so kritisch wie im letzten Jahr gesehen wird, ist das Kontrollbedürfnis gestiegen. Das hängt wahrscheinlich mit der zunehmenden Komplexität und der steigenden Anzahl von Datenquellen und Kommunikationskanälen zusammen, die in der Cloud zusammenfließen. Viele Unternehmen möchten sich bei der Vernetzung alle Optionen offenhalten und angesichts der vielen Unbekannten, die die Digitalisierung mit sich bringt, zumindest einige Komponenten beherrschen können. Damit einher geht auch ein gestiegenes Bedürfnis nach AnbieterUnabhängigkeit und der Möglichkeit, Leistungen individuell gestalten zu können. Aber auch die Kontrolle über die Kosten ist wichtiger geworden und für mehr Unternehmen als im vergangenen Jahr ein Grund, die eigene Cloud zu nutzen. 

Fast die Hälfte hat keine Cloud-Strategie
All diese Beweggründe klingen sehr überlegt, tatsächlich entspringen sie aber nur in 52 Prozent der Fälle einer Strategie. Sehr viele Unternehmen nutzen die Cloud immer noch, ohne vorher genau festzulegen, was sie mit dieser Plattform erreichen und welche Anwendungen sie migrieren möchten. Dabei wird am häufigsten der Fehler begangen, ausschließlich die höhere Agilität und Kostenvorteile zu sehen, ohne sich Gedanken über den späteren Betrieb zu machen, beispielsweise über die fast permanent steigenden Sicherheitsanforderungen, die Governance und die Abrechnung. Bei der Erarbeitung einer Strategie werden diese Punkte üblicherweise bereits im Vorfeld beleuchtet, so dass es anschließend keine bösen Überraschungen gibt oder die Cloud mitten in der Umsetzung unattraktiv wird. 

Portierungen nehmen zu
Derzeit überwiegt die Anzahl der Unternehmen, die Cloud-Infrastruktur hauptsächlich für neue Applikationen nutzen anstatt für vorhandene. Eine Ausnahme sind Finanzdienstleister, die viele Applikationen portieren. Im Gegensatz dazu setzt der Handel fast nur neuere Anwendungen in der Cloud um. Dieses Verhalten ist einerseits auf die jeweils unterschiedlich lange Erfahrung mit der Technologie zurückzuführen, andererseits darauf, wie alt und damit wie cloudfähig die vorhandenen Anwendungen sind. Denn der Migrationsaufwand hängt von verschiedenen Parametern ab wie beispielsweise der Sensibilität der Daten, der Vernetzung mit anderen Systemen und eben auch dem Alter der zu migrierenden Anwendung. Ist die Technologie sehr alt, bleibt nur die teure Neuentwicklung.

Eine sehr gradlinige Strategie verfolgen 16,7 Prozent der Studienteilnehmer, indem sie ausschließlich neue, für die Cloud entwickelte Anwendungen auf dieser Infrastruktur betreiben. Dabei kann es sich um Unternehmen handeln, deren Entwicklungsbedarf derzeit ohnehin hoch ist. Am anderen Ende der Skala setzen 13,6 Prozent der Befragten ausschließlich auf die Migration vorhandener Anwendungen. Es ist denkbar, dass diese Unternehmen ihre Anwendungslandschaft vor kurzem bereits weitgehend erneuert haben und jetzt aufgrund des geringen Migrationsaufwands schnell in die Cloud wechseln können.

Anwendungsbetrieb ruht auf mehreren Säulen
Langfristig werden Cloud-Anbieter vor allem einen großen Teil der Standardanwendungen sowie Plattformen und Middleware betreiben. Dabei stehen sie in erster Linie im Wettbewerb mit Outsourcing-Anbietern und weniger mit der unternehmenseigenen IT-Abteilung, die sich in knapp 75 Prozent der Unternehmen langfristig um die Individualanwendungen kümmern wird. Den Betrieb dieser Software an Outsourcing-Anbieter abzugeben, ziehen lediglich rund 18 Prozent der Befragten in Erwägung, die Abgabe an Cloud-Anbieter erschien bislang so gut wie undenkbar. Inzwischen können sich aber immerhin schon 7,1 Prozent der CIOs vorstellen, dass ihre Individualanwendungen in Zukunft in einer Anbieter-Cloud laufen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Quote mit zunehmender Erfahrung mit Clouds steigt.

Vorerst bleiben die Zukunftspläne jedoch wie gehabt, die Zahlen zeigen lediglich eine leichte Verschiebung in Bezug auf den Betrieb von Plattformen und Middleware, die wieder häufiger von der unternehmenseigenen ITAbteilung betreut werden sollen.

Transformationspotenzial von Outsourcing-Projekten wird selten genutzt

Die Quote der Unternehmen, die auslagern, ist sehr leicht von 82,5 Prozent auf 80 Prozent gesunken, was allerdings auch der jedes Jahr leicht veränderten Stichprobe geschuldet sein kann. Denn während Großkonzerne tendenziell weniger auslagern, gehen große mittelständische Unternehmen den umgekehrten Weg.

Dabei nehmen die meisten allerdings lediglich die klassischen OutsourcingLeistungen in Anspruch und nutzen selten die Gelegenheit, um die Entwicklungsmethoden auf DevOps umzustellen oder das Anwendungsportfolio zu rationalisieren. Letzteres wäre aber gerade angesichts der Digitalisierung wichtig, denn auf die Dauer wird die Anzahl der Anwendungen stark steigen, was die Komplexität des Betriebs deutlich erhöht.

Demgegenüber nutzt circa ein Fünftel der Befragten, und zwar vor allem Konzerne, das OutsourcingEngagement oft, um die Lieferanten zu konsolidieren. Große Unternehmen geben mit dem Auslagerungsauftrag häufig auch Mitarbeiter an den Anbieter ab. Auf diese Weise wird zum einen das Know-how übertragen und für Kontinuität gesorgt, zum anderen kann der Auftraggeber seine eigene IT-Einheit verkleinern oder komplett neu ausrichten. Application Lifecycle Services werden inzwischen ebenfalls von jedem fünften Unternehmen häufig in Anspruch genommen, wobei die Anwendungslandschaft systematisch analysiert, bei Bedarf erneuert und an der Unternehmensstrategie ausgerichtet wird.

Die Möglichkeiten des Outsourcings werden demnach oft gar nicht ausgeschöpft; stattdessen wird in erster Linie nach einer Möglichkeit gesucht, Routine-Arbeiten möglichst kostengünstig abzugeben.

Quelle: Capgemini IT-Trends-Studie 2017 (PDF)
Capgemini auf CRM-Finder Schweiz


von:  Capgemini


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