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18.03.2016

IT4IT - Das Werkkettenmodell, um das Business der IT zu managen

Die Open Group (The Open Group) hat im Oktober 2015 einen völlig neuen IT-Management Standard auf den Markt gebracht: IT4IT1. Der Standard basiert ebenfalls auf einem Servicemodell. Das Spannende ist der Grundaufbau als präskriptive und damit klar definierende Referenzarchitektur für ein IT-Betriebsmodell – von der Unternehmensarchitektur über die Strategiedefinition, Entwicklung, Auslieferung und den Betrieb von IT-Services. Ein Modell für das Managen der IT, das Business der IT.

IT4IT stützt sich auf dem bekannten Michael Porters Wertkettenmodell (Competitive Advantage2) für Unternehmen. Die IT soll auch wie ein Business betrieben werden. Daher entspricht das Modell einer IT für die IT – IT4IT. Mit der IT4IT Referenzarchitektur wird der IT Service Lifecycle auf eine völlig neue und sehr mächtige Art repräsentiert. Sie bietet die heute fehlende Verbindung zwischen den anerkannten Praxisleitfaden wie ITIL® und COBIT® zu den Technologie-Frameworks und Tools, welche die Qualität und Leistungsfähigkeit des IT Service Managements ermöglichen. Die IT-Wertkette besteht demnach aus den folgenden miteinander stark verknüpften Werteströmen (Value Streams):

  • Strategy to Portfolio (S2P) – damit werden durch das IT Portfolio die Business-Innovationen gefördert
  • Requirement to Deploy (R2D) – hier wird gebaut, was das Business braucht – zum Zeitpunkt, wenn es benötigt wird
  • Request to Fulfill (R2F) – Hier wird der Service Katalog bereitgestellt, Services ausgeliefert und die Servicenutzung gemanagt
  • Detect to Correct (D2C) – Behandeln und Lösen von Produktions-Problemen

Die Werteketten von IT4IT sind auf den ersten Blick nicht wirklich unterschiedlich zu den Service Lifecycles von ITIL®. ITIL® basiert jedoch auf Best-Practice-Empfehlungen, dokumentiert in einem Leitfaden und den darin beschriebenen Prozessen. Diese sind in der jeweiligen Organisation zu adaptieren und mit der vorliegenden Technik umzusetzen. Der Erfolg der Implementation ist in vielen Unternehmen oft ungenügend, weil die Adaption aufgrund unklarer Vorgehensweise nicht konsequent angewendet wird.

IT4IT setzt auf einem ganz anderen Layer auf. IT4IT ist kein Prozessmodell, sondern basiert auf einem klar definierten Informations-, Funktionen- und Datenmodell. Sämtliche wesentlichen Informationen zur Führung einer IT sind in diesem Modell sehr konkret beschrieben. Im Datenmodell sind die Datenobjekte sowie Use Cases definiert und die Beziehungen untereinander klar deklariert. Auf Basis dieser Grundlage können nun Toolhersteller präzise Schnittstellen anbieten und Daten austauschen.

Das Informationsmodell ist in sich vollständig und auch stabil. Das Modell ist von den eingesetzten Methoden und Prozessen vollständig unabhängig. Auf dieser Grundlage können Methoden wie DevOps eingeführt und Betriebsabläufe automatisiert werden. Auch die Integration von Cloud Serviceprovidern kann auf dieser Grundlage umgesetzt werden – ein enormer Vorteil in einem Multiprovider-Umfeld. Das Modell ist selbst produkte- und technikneutral. Die Basis, respektive das Rückgrat des Datenmodells bildet das Servicemodell, welchem IT4IT zugrunde liegt. Die Serviceorientierung der IT wird damit als Grundlage des IT-Betriebsmodells vorgegeben.

Die Basis dieses Servicemodells gemäss IT4IT definiert die notwendigen Daten-Entitäten, Attribute und notwendigen Beziehungen untereinander, um sicherzustellen, dass die definierte Qualität des Service ganzheitlich, End-to-End nachvollziehbar und damit rückverfolgbar hinterlegt ist: von der Strategie zum Portfolio, von den konkreten Anforderungen zur Umsetzung und Bereitstellung und letztlich der tatsächlich erbrachten Servicequalität.

Heute haben viele IT-Organisationen über hunderte von Werkzeuge, in welchen Informationen über Planungen von IT-Lösungen, deren Entwicklung und Konfiguration, deren konkrete Installation sowie die Betriebs-, Überwachungs- und Support-Leistungen hinterlegt werden. Diese Tools werden in den Silos wie Planung, Bau, Umsetzung und Betrieb ohne gegenseitige Abstimmung und Datenübergabe eingesetzt. Mit IT4IT ist nun eine durchgängige Referenzarchitektur vorhanden, mit deren Hilfe sich diese Durchgängigkeit realisieren lässt. Das Modell ist unabhängig vom definierten Prozessmodell und der eingesetzten Methoden. Ob nun COBIT®, ITIL® zusammen mit DevOps oder doch nach Wasserfall-Methoden entwickelt wird, ist aus Sicht des Daten- und Informationsmodells unerheblich. Dadurch wird die Standardisierung erhöht und die Grundlage von Automatisation gelegt – insbesondere im Verbund mit externen Serviceprovidern. Qualität wird beherrschbar und vorhersagbar.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel: itil.org


von:  Martin Andenmatten


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