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27.05.2014

Die ICT-Neugierde darf sich nicht nur auf die nächste App beschränken

Für Prof. Stephanie Teufel, Direktorin des IIMT der Universität Fribourg, ist bei der Berufswahl Informatik etwa auch der hohe ICT-Durchdringungsgrad und eine gewisse Abstumpfung bei den sogenannten Digital Natives zu berücksichtigen. Statt IT nur zu nutzen, müssten diese zur aktiven Mitgestaltung durch IT gewonnen werden. Im nachfolgenden Interview mit ICTkommuniaktion nimmt Prof. Teufel zu aktuellen Themen der ICT-Aus- und Weiterbildung Stellung.

Über die Jahre hinweg haben Politik und Wirtschaft immer wieder einmal versucht, Anreize für den Beruf "InformatikerIn" zu schaffen. Die meisten Bemühungen sind aber stets im Sand verlaufen. Warum eigentlich?

Seit Jahren sinkt die Attraktivität technischer Berufe generell, nicht nur in der Schweiz, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern. Dies gilt im speziellen auch für den Informatikberuf. Dass die Bemühungen Anreize für diesen Beruf zu schaffen im Sand verlaufen mag unterschiedliche Gründe haben, die sich u.a. auch darin zeigen, dass nicht nachhaltig genug die Breite der Ausbildungsmöglichkeiten dargelegt werden. Nicht Jeder oder Jede im ICT-Sektor Tätige muss eine Promotion in Informatik besitzen – wenngleich ich mir mehr Schweizer Studierende jedweder Fachrichtung mit Promotionsziel wünschen würde. Was aber zum Thema Berufswahl Informatik auch zu berücksichtigen ist, ist der extrem hohe ICT-Durchdringungsgrad bei den sogenannten Digital Natives und eine damit verbundene "Abstumpfung" in dem Sinne, dass sich die "ICT-Neugierde" nur auf die nächste App oder das nächste Endgerät beschränkt. Hier ist es notwendig, die Attraktivität im Sinne der aktiven Mitgestaltung mittels Informatik statt nur der ICT-Nutzung darzulegen.

Momentan laufen schweizweit verstärkt Aktivitäten, um dem Fachkräftemangel in der ICT-Branche zu begegnen und mehr junge Menschen dazu zu bewegen, sich beruflich für ICT zu interessieren. Verwiesen sei etwa auf Initiativen wie „IT-Dreamjobs“ oder „Mint Schweiz“ oder die Motivierung der Wirtschaft durch Programme wie beispielsweise die Vergabe von „ICT Training und Education Awards“. Fruchten solche Bemühungen, um den InformatikerInnen-Beruf attraktiver werden zu lassen? Wie schätzen Sie die allgemeine Situation in der ICT-Aus- und Weiterbildung ein?

Initiativen wie etwa die erwähnte IT-Dreamjobs Kampagne sind auf jeden Fall hilfreich und notwendig um, ich zitiere, „die faszinierende Vielfalt der Informatikberufe“ darzustellen und diese Vielfalt gerade auch jungen Menschen für ihre Berufswahl näher zu bringen. Solche Bemühungen dürfen keine Eintagsfliegen sein, sondern müssen über einen längeren Zeitraum angelegt sein und sich dynamisch weiterentwickeln. Selbstredend, dass entsprechende Kampagnen nur fruchten, wenn die Qualität der Aus- und Weiterbildung stimmt und diese sich ständig am ICT-State-of-the-Art orientiert.

Die IT pflügt durch die Omnipräsenz von Internet-fähigen Smartphones, Tablets, Wearables und die ganzen Social-Media-Trends das gesellschaftliche Gefüge um. Man möchte meinen, dass schon allein aufgrund dieser Entwicklungen die IT eine besondere Ausstrahlung hätte. Warum gelingt es der ICT nicht, in Bezug auf die Berufswahl ein entsprechendes Mass an Attraktivität auf die jungen Menschen auszuüben?


Wie für jede Berufswahl gilt natürlich auch für einen Beruf in der ICT-Branche, dass Interesse an der Thematik vorhanden sein muss. Hier müssen die Grundlagen schon früh gelegt werden. Chancen und Zukunftsperspektiven im ICT-Bereich gibt es mehr als genug! Ich bin nicht der Meinung, dass gerade bei jungen Menschen die ICT-Branche prinzipiell als unattraktiv gilt. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die in jüngster Zeit doch zahlreich aufgetretenen Pannen und nennen wir es mal Ungereimtheiten bei grossen Informatikprojekten in der Schweiz nicht zu einem positiven Erscheinungsbild der ICT-Branche beitragen.

Wie stark ist eigentlich Ihr eigenes Institut momentan durch ICT-Studierende ausgelastet? Sind Sie zufrieden?

Die Studierenden des IIMT haben sich mehrheitlich ihr Grundwissen im Bereich ICT bereits angeeignet und sind nun auf der gezielten Suche nach einer ergänzenden betriebswirtschaftlichen Weiterbildung. Durch die Komplexität der ICT-Branche ist es unabdingbar über die analytischen, fachlichen und zwischenmenschlichen Kompetenzen zu verfügen um ein Unternehmen in einem immer komplexer und globaler werdenden Umfeld erfolgreich zu führen.

Studierende des IIMT haben diese Notwendigkeit erkannt und bereiten sich auf sämtliche Herausforderungen der jeweiligen Unternehmen vor. Das Bedürfnis nach Weiterbildung auf dem Markt ist gross. Das IIMT kann sich nicht beklagen was die Studierendenzahl betrifft, Platz für weitere Personen ist jedoch immer vorhanden. Dabei möchte ich hervorheben, dass das IIMT nur eine beschränkte Anzahl an Plätzen anbietet, um die Qualität der jeweiligen Kursmodule zu gewährleisten.

Wieviele der Studierenden kommen aus dem Ausland, wie viele aus der Schweiz?

Die Bildungslandschaft Schweiz geniesst im Ausland einen sehr guten Ruf, was sich auch in der Anzahl internationaler Studierender niederschlägt. Ca. 25 Prozent der IIMT-Studierenden kommen direkt aus dem Ausland und weitere 15 Prozent sind ausländische Staatsangehörige, die jedoch in einer internationalen Unternehmung in der Schweiz tätig sind. Die Frage stellt sich somit, wie die „Internationalität“ definiert wird.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie mittelfristig? Haben Trends wie Cloud, Big Data, Mobile oder Wearables konkrete Auswirkung auf das Bildungsangebot des IIMTs?

Das IIMT überprüft jedes Jahr gemeinsam mit den Fachverantwortlichen die Aktualität der Kursinhalte. So bleibt der Lerninhalt flexibel. ICT Trends, wie Sie sie oben angesprochen haben, werden bestmöglich integriert. So wird beispielsweise gerade der Inhalt des Kurses „Information Management & Decision Support“ von Data Warehouse komplett auf Big Data umgestellt. Dies kommt natürlich den Studierenden zu Gute, da sie als erstes von der Aktualität und Flexibilität profitieren können.

Wie funktioniert derzeit die Zusammenarbeit des IIMTs mit der Wirtschaft?

Das IIMT ist ein eigenständiges Institut der Universität Freiburg und daher auf gute Wirtschaftskontakte angewiesen. Zusammen mit dem Lehrstuhl für ICT-Management werden zahlreiche Projekte mit den Partnern des IIMT sowie mit den unterschiedlichsten Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft und Verwaltung erarbeitet und durchgeführt. Die erfolgreiche Durchführung von Forschungsprojekten mit Partnern aus der Wirtschaft ist einer der Eckpfeiler für die kontinuierliche und gute Zusammenarbeit des iimt mit der Wirtschaft. Zudem sind Kooperationen mit Wirtschaftspartnern ein wichtiges Element für die praxisorientierte Weiterbildung am IIMT.


von:  Prof. Stephanie Teufel


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