Unabhängige Experten- und Marktplattform für die Schweiz.


Experten- und Marktplattform

Presenting-Partner

Presenting-Partner Logo bluewaysPresenting-Partner Logo blueways
Presenting-Partner Logo EcoCloudPresenting-Partner Logo EcoCloud
Presenting-Partner Logo HostpointPresenting-Partner Logo Hostpoint
Presenting-Partner Logo Interxion SchweizPresenting-Partner Logo Interxion Schweiz
Presenting-Partner Logo ISE AG Informatik Solutions EinsiedelnPresenting-Partner Logo ISE AG Informatik Solutions Einsiedeln
Presenting-Partner Logo myfactory Software Schweiz AGPresenting-Partner Logo myfactory Software Schweiz AG
Presenting-Partner Logo Security-Finder SchweizPresenting-Partner Logo Security-Finder Schweiz
10.11.2015

BICC's verlieren ihre Kompetenz im Unternehmen

Herbert Stauffer

Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet der Dinge, Data Science Lab oder datengetriebene Unternehmungen sind verschiedene Begriffe die unter dem Begriff "Big Data" subsumiert werden können. Big Data, als globaler Megatrend, hat verschiedene Aspekte: Riesige heterogene und polystrukturierte Daten stehen in beinahe grenzenloser Beziehung. Beispielsweise können firmeneigene Kundendaten mit externen demografischen Informationen aus Open Data, geoanalytischen System und sozialen Plattformen kombiniert werden, was neue analytische Möglichkeiten zulässt. Allerdings nehmen die Business Intelligence Competence Center (BICC) hierbei keine führende Rolle ein, wie es zu erwarten wäre.

In Unternehmen mit einer etablierten Big Data Strategie übernimmt das Management üblicherweise die Führung, was so auch Sinn macht hingegen sind BICC’s nur wenig involviert. Gemäss der Studie "Big Data Use Cases 2015“ starten die meisten Organisationen mit einem Pilotprojekt, um erste Erfahrungen zu sammeln und später eine Big Data Strategie zu etablieren. Im Weiteren zeigt die Studie, dass bei Pilotprojekten noch etwas häufiger auf das Wissen von BI Organisationen zugegriffen wird. Allerdings ist bei etablierten Big Data Strategien die BI Organisation der einzige Unternehmensbereich der weniger involviert ist als in Pilotprojekten.

Das Dilemma der BI Organisationen
Dieser Vertrauensverlust gegenüber den BI-Organisationen erstaunt nur auf den ersten Blick. Heutige Business Intelligence Competence Center kämpfen mit verschiedenen Problemen, wobei sich drei besonders auswirken:

  • Umgang mit Daten
    Aufgrund von mangelhafter Datenqualität ist das Vertrauen in vorhandenen Analysen gering. Hier wird allerdings das BICC zu Unrecht dafür verantwortlich gemacht. Die Daten werden im Business erfasst. Jedoch haben es viele BICC's verpasst geeignete Instrumente zur Messung und zur Verbesserung der Datenqualität zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Ressourcenbindung durch operative Aufgaben
    Die über die Jahre gewachsene Infrastruktur benötigt fast die gesamte Manpower eines BICC’s nur um den Status Quo sicher zu stellen. Darunter fallen vielfältige Aufgaben, wie nur halbautomatisierte Ladeprozesse, Anpassung der Datenmodelle, Einspielen von Patches und User Support. Für Innovationen bleibt keine Zeit mehr.
  • Kundenerwartungen und Leistungsangebot sind nicht abgestimmt
    Die zu erbringenden Leistungen des BICC’s sind nur unscharf geregelt. Dadurch entstehen häufig Erwartungen in den Bereichen des Power User Supports, der Datenbereinigung und der Umsetzung von Änderungen, die nicht erfüllt werden können.

Ein Ausweg ist ein klar definiertes und verwaltetes Service Portfolio, gemäss ITIL. Ein definierter Service Catalog beinhaltet eine klare Beschreibung der angebotenen BI Leistungen, gegliedert in Basis und enhancement Services (Optionen, die das Grundangebot erweitern), kombiniert mit schriftlichen Service Level Agreements (SLA's) und einem effektiven Kostenverrechnungssystem. Das Preisschild ist häufig das einzige Instrument, übersteigerte Kundenwünsche wieder auf den Boden der Realität zu holen.

Innerhalb des Service Catalogs erhalten Services ein "Ablaufdatum". Verschiedene Faktoren den Life Cycle eines Services, wie rückläufige Nutzerzahlen, veränderte Kosten-Nutzen-Rechnungen oder nicht mehr unterstützte Produkte durch den Hersteller (Software Lifecycle Management). Auslaufenden Angebote sollen durch neue Angebote ersetzt werden, der Service Pipeline. Der Anstoss für neue Angebote kann von verschiedenen Stellen kommen, seien es Kundenwünsche, eine geänderte Unternehmensstrategie, Marktveränderungen oder -beobachtungen.

3K des Innovationsmanagement
Um ein effektives Innovationsmanagement betreiben zu können, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein (3K):

  • Kapazität
    Eine mit dem Tagesgeschäft dauernd überlastete Organisation, wird wenig Enthusiasmus aufbringen noch weitere Leistungen anzubieten. Daher muss zuerst eine leichte Überkapazität erreicht werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Einstellen von nicht mehr oder nur selten benötigten Services mit geringem Business Nutzen, Effizienzsteigerung durch das neue Gestalten von Prozessen oder schlicht durch das Einstellen von weiterem Personal.

  • Kreativität
    Neue Ideen entstehen nicht durch Zufälle, sondern durch harte Arbeit. Verschiedene Kreativitätstechniken können den einzelnen Mitarbeiter, Bereiche oder eine gesamte Organisation unterstützen.

  • Kultur
    Die Unternehmenskultur kann Innovation behindern oder fördern. Eine Unternehmung, die nur auf Bewährtes setzt und eine Nullfehlerkultur hat, wird nicht besonders innovativ sein. Werden bei einem Fehler sofort Schuldige gesucht und bestraft, werden Fehler gerne vertuscht. Anders sieht es aus, wenn Fehler offen diskutiert, Ursachen analysiert und Verbesserungen angestossen werden. Des weiteren spielt die Regelung zum Umgang mit der persönlichen Arbeitszeit eine wichtige Rolle. Muss jede erfasste Stunde einem Projekt oder einer angeordneten Aufgabe zugeordnet werden können? Oder sind auch Stundenbuchungen ohne direkten Auftrag möglich?

Ein Service Portfolio allein genügt nicht um das Vertrauen des Managements zurück zu gewinnen und zu einem kompetenten Partner für Big Data Initiativen zu werden. Ein wichtiges Element ist vollständige BI Governance und eine transparente Kommunikation. Beispielsweise mit Elementen aus COBIT oder CMMI. Im Bereich Datenqualität können Frameworks wie DAMA oder GARP unterstützen. Eine weitere Herausforderung sind die oft fehlenden Skills bezüglich Big Data Technologien und Methoden.

Fazit

  1. BI Organisationen riskieren auf veralteten Services sitzen zu bleiben und mit diesen unterzugehen.
  2. Die 3K des Innovationsmanagement und ein Service Portfolio Management sind die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Angeboten und Dienstleistungen.
  3. Eine vollständige und abgestimmte BI Governance und BI Strategie berücksichtigt auch Elemente aus bestehenden Frameworks wie ITIL, COBIT, CMMI, TOGAF, usw.

Die aktuelle Marktsituation in der Schweiz und die kommenden Trends werden vom Autor Herbert Stauffer an der 4. Jahrestagung "Business Intelligence Agenda" am 8. März 2016 in Zürich vorgestellt. Weitere Informationen finden Sie unter www.businessintelligenceagenda.ch.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel


von:  Herbert Stauffer


SOCIAL NETWORKS

myCloudService

Wählen Sie hier Ihre Anforderungen und lassen Sie sich die passenden Angebote / Anbieter anzeigen:

  • Dienstleistungen
  • Cloud Business Software
  • Infrastructure Cloud Services
  • Cloud Governance
  • Cloud-Security-Services
  • Cloud-Technologie /-Service-Art
  • RZ-Infrastruktur
  • Support Services
  • Usability
  • Zertifizierung / Empfehlung

Cloud-/ DL-/ RZ-Anbieter

Gartner & Cloud Computing

Cloud-Finder.Swiss

Bundesrätin Doris Leuthard
«Der Bund will Firmen unterstützen, die in der Schweiz investieren und Arbeitsplätze schaffen. Diese Firmen erhalten mit .swiss die Gelegenheit, sich im internationalen Wettbewerb optimal zu positionieren.» dot.swiss/medien/


Werden Sie jetzt Mitglied bei

Kalender Cloud Schweiz

ITIL Practitioner; Zürich
29.08.2016 - 31.08.2016 Information & Communication Technology; Fribourg
06.09.2016 - 07.09.2016 weitere Termine...

Buchempfehlung

Partner