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29.06.2015

Aussergewöhnlichen Ideen eine Chance geben

Bislang hatten hatten Gegen-den-Strom-Schwimmende, Visionäre und Veränderer auf Hochschulen und Universitäten einen schweren Stand, ist dort doch vieles reglementiert und strukturiert. Im vergangenen Herbst nun hat das International Institute of Management in Technology (IIMT) in Freiburg mit "ideas@iimt" ein Pilotprojekt gestartet, dass genau Studierende dieser Kategorie fördern will. ICTkommunikation befragte Prof. Stephanie Teufel, Direktorin & Ordinaria des IIMT, sowie Research Assistant Yves Hertig über die Hintergründe und weiteren Ziele dieses Projektes. 

ICTkommunikation: Am IIMT wird seit Herbst vorigen Jahres eine sehr spezielle Art der Startup-Förderung praktiziert. Die Unterstützung setzt bereits vor der Gründung des Unternehmens ein. Wer bei Ihnen den Kurs "Innovations- und Technologiemanagement" besucht, erarbeitet während des Studiensemesters eine eigene Geschäftsidee aus und präsentiert diese anlässlich der mündlichen Prüfung, im Rahmen derer sie dann auch bewertet wird. Wer hat eigentlich dieses Projekt namens "ideas@iimt" erfunden? Ist es eine Eigenentwicklung? Und was ist das eigentliche Ziel dahinter? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Mit dem Kurs "Innovations- und Technologiemanagement" wollten wir zwei Ziele erreichen: Einerseits sollten die Studierenden die wichtigsten Methoden und Ansätze des Innovations- und Technologiemanagement erlernen und umsetzen, andererseits sollten, auf dem aufbauend, unsere Studierenden aus ihrem Kokon schlüpfen und Eigenes erschaffen. Die daraus resultierenden Ideen, von da auch der Name "ideas@iimt" stammt, waren zum Teil äusserst vielversprechend. Aus diesem Grund hat sich das Team des Lehrstuhls entschieden, die besten Ideen und deren Innovatoren zu fördern und zu coachen. Womit dies auch das Ziel von ideas@iimt ist. Uns geht es in erster Linie darum, dass unsere ideas@iimt-fellows erkennen, was es bedeutet eine eigene Idee umzusetzen. Dies beinhaltet selbstständiges Arbeiten, einen Rückschlag in Kauf zu nehmen, die Kreativität als auch die Disziplin zu schulen, weitere Rückschläge zu verkraften um dann schlussendlich mit einer durchdachten und getesteten Geschäftsidee bei Inkubatoren und Innovationspreisveranstaltungen vorstellig zu werden. 

ICTkommunikation: Wie wurde "ideas@iimt" bislang angenommen? Wie reagierte die Studentenschaft und die Universitätsleitung darauf? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Die Studierenden waren positiv überrascht, als sie das erste Mal von diesem innovativen Programm erfahren haben. Zudem haben wir sehr viel positives Feedback von Studierenden, Professoren und von der Universitätsleitung erhalten. Es half uns natürlich auch, dass ein Prototyp einer ersten Geschäftsidee während sechs Monaten für Testzwecke an der Universität Freiburg aufgestellt wurde. Zwei Siegerpreise an Preisverleihungen haben der Popularität von ideas@iimt zusätzlich geholfen. 

Der Standort Freiburg mit dem Innovationsgelände "Blue Factory" ist in einer Aufbruchphase, wodurch auch das mediale Interesse vorhanden ist. Die Start-up Förderszene der Region begrüsste zwar unser Programm, hatte jedoch Vorbehalte ob unerfahrene Studierenden, welche ECTS-Punkte hamstern müssen, tatsächlich ihr „akademischen Denken“ in ein praktisches Handeln umsetzen können. Die Vorbehalte verflogen sehr schnell, als man sah, dass unsere Studierenden praktisches Handeln und akademisches Denken sehr gut unter einen Hut brachten. 

ICTkommunikation: Können auch Studierende, die nicht am Kurs "Innovations- und Technologiemanagement" teilgenommen haben, entsprechende Geschäftsideen anmelden? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Auf jeden Fall! Nur zu gerne würden wir eine Heilpädagogin oder einen Sportstudenten in unserem Programm willkommen heissen! Kreative Köpfe sind nicht fachgebunden. So haben wir letztes Jahr einen Studenten der Rechtsfakultät unterstützt, seine Value Proposition und somit auch die ganze Geschäftsidee besser an die Bedürfnisse seiner Kunden anzupassen. Die Selektionskriterien für den Eintritt sind für alle Studierenden die gleichen. Dennoch haben Studierende, welche den Kurs besucht haben, einen kleinen Vorteil, da diese bereits früh von ideas@iimt erfahren und sich besser vorbereiten können. 

ICTkommunikation: Falls eine Idee als gut bewertet wird, - wie geht es dann damit konkret weiter? Wie werden solche Ideen tatsächlich in die Praxis umgesetzt? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Zuerst wird der Output, als auch der Meilensteinplan durch uns als auch durch allfällige Industrie-Partner abgesegnet. Dabei hängt die Umsetzung von vielen technischen, finanziellen und zeitlichen Faktoren ab: Den Studierenden fehlen meist die technischen Fähigkeiten, welche es für die Umsetzung braucht. Da die Studierenden jedoch äusserst motiviert sind, haben diese grösstenteils bereits selbstständig die notwendigen Kontakte geknüpft, welche in die Planung einbezogen werden müssen. Momentan läuft in allen Fällen die Finanzierung über die industriellen/technischen IIMT-Kontakte. Dies soll sich aber bald ändern. Der zeitliche Aspekt überrascht die meisten Teilnehmer. Zwar haben viele unserer ideas@iimt-fellows den Kurs "Strategisches Projektmanagement" (ebenfalls ein Kurs, der von Prof. Stephanie Teufel geleitet wird) besucht, aber erst im ideas@iimt Programm erfahren sie am eigenen Leib die intensive Arbeit eines Projektmanagers. Die Umsetzung bzw. der eines Prototyps erfolgt dann durch einen industriellen/ technischen Partner. Auch hier haben wir verschiedene Erfahrung gesammelt: Ein Prototyp wurde von einer technischen Hochschule angefertigt, ein weiterer durch einen Industriepartner des Projektes und die Geschäftsidee einer Studentin wird ab kommenden Herbst durch ihren Freund, welcher selber in einem Start-up tätig ist, programmiert.

ICTkommunikation: Was sind diesbezüglich die Vorteile eines Coachings gegenüber einer üblichen Unternehmensförderung?

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Wir haben uns bewusst in der sehr frühen Phase der Unternehmensförderung positioniert. Geringer finanzieller Aufwand, learning-by-doing-Effekte, Exit-Strategien ohne finanzielle Einbussen, geringe sunk costs und Entrepreunership-Schnuppern sind vor allem in dieser Phase möglich. Zudem sehen wir ideas@iimt als komplementäre Dienstleistung zum akademischen Alltag: Unsere Studierenden sollen sich während der Studienzeit mit ihrer Geschäftsidee befassen und wenn sie weiterhin davon überzeugt sind, sollen sie die weiteren Schritte nach ihrem Studium in die Wege leiten. So unterscheiden wir uns von der Silicon Valley Philosophie des "All-In" und wollen eher Symbiosen zwischen den akademischen Kursen und unserer Dienstleistung schaffen. Wir schlagen aber auch nicht einen Kuschel & Muse-Weg mit unseren Fellows ein. Die Pseudo-Weisheit, dass man ein geborener Unternehmer sein muss, um erfolgreich ein Start-up zu gründen, lehnen wir bewusst ab. Eher wollen wir den Studierenden der Universität Freiburg aufzeigen, was es alles braucht, um eine Geschäftsidee in Form eines Start-ups umzusetzen. Unter anderem auch, dass man aus Rückschlägen lernen und Erfahrungen sammeln kann.

ICTkommunikation: Sind Startups aus diesem Projekt heraus bereits schon operativ geworden?

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Bisher noch nicht. Wir haben aber zurzeit zwei Studenten, welche nach ihrem Studium selbstständig ihrer Geschäftsidee weiterentwickeln wollen. 

ICTkommunikation: Wie ist der aktuelle Stand beim Projekt „ideas@iimt“ und wie soll es weitergehen? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Momentan sind wir mit unseren Coaching und Networking Aktivitäten sehr zufrieden, davon zeugen die gewonnenen Innovations- und Geschäftsideenpreise. Wir haben drei weitere Geschäftsideen, welche wir ab diesem Sommer betreuen werden. Zudem werden wir im Herbst ein neues Finanzierungskonzept für das Programm, als auch für die einzelnen Ideen präsentieren. 

ICTkommunikation: Gibt es bereits Nachahmer von diesem Projekt? 

Prof. Stephanie Teufel u. Yves Hertig: Sagen wir es so: wir haben in der Studentenstadt Freiburg etwas bewirkt. Unsere Erfolge haben natürlich auch andere Hochschulen dazu motiviert, den Studierenden ähnliche Dienstleistungen zu ermöglichen, was ich nur begrüssen kann. Jedoch sind die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der Studierenden aus anderen Hochschulen zum Teil sehr unterschiedlich, wodurch eine eins-zu-eins Übertragung für die anderen Schulen nur wenig Sinn machen würde. 
Quelle: www.ictk.ch


von:  Prof. Dr. Stephanie Teufel


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