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19.09.2017

Auch der Mittelstand vertraut auf Multi-Cloud-Ansätze

Der deutsche Mittelstand nimmt in Sachen Digitalisierung Fahrt auf. Um die IT dafür flexibel und skalierbar aufzustellen, gewinnen hybride Multi-Cloud-Umgebungen auch in kleineren Unternehmen an Bedeutung.

"Der deutsche Mittelstand legt bei der Digitalisierung deutlich an Tempo zu", sagt Steve Janata, COO beim Marktforschungs- und Beratungshaus Crisp Research. Die meisten Unternehmen setzten dabei am Fundament an und planten zunächst, die Bestands-IT zu dynamisieren. Die bisherige Herangehensweise, "On-Premise-Monolithen" durch einzelne Cloud-Lösungen zu ergänzen, reiche im Zeitalter digitaler Wertschöpfungsketten nicht mehr aus. Gefragt sei ein Cloud-Mix, der alle Anforderungen neuer Workloads abdecke.

Hier kommen Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen ins Spiel, die laut einer aktuellen Umfrage von Crisp Research auch im Mittelstand eine Schlüsselrolle beim Umbau der IT spielen werden. Janata ist sich sicher: "Als zentrale Infrastruktur-Grundlage wird zukünftig ein Technologie- und Deployment-Mix die Unternehmens-IT dominieren." Im Mittelpunkt müsse eine "Digital Infrastructure" stehen, die die hergebrachte IT flexibler mache. Sie bilde die Grundlage für agile Betriebsmodelle, den digitalen Kundenkontakt und neue Prozesse.

Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander
In einer Befragung von Entscheidern aus rund 200 deutschen Unternehmen mit mindestens 200 Mitarbeitern haben die Marktforscher herausgefunden: "Mehr als die Hälfte der Interviewten sieht die bisherige IT-Infrastruktur nicht oder nur teilweise als ausreichend an, um den Anforderungen der Digitalisierung zu genügen." Gefragt nach den zentralen Handlungsfeldern der Digitalisierung, nannten 57 Prozent die Dynamisierung und Flexibilisierung der IT. Die Digitalisierung der Kundenbeziehung (47 Prozent) landet auf Rang zwei, gefolgt von der Optimierung der Prozesse in Produktion, Logistik und Qualitätssicherung (41 Prozent).


Eine flexiblere IT und die Digitalisierung der Kundenbeziehung gehören für deutsche Entscheider zu den wichtigsten Handlungsfeldern der digitalen Transformation.
Foto: Crisp Research


Nachdem Cloud Computing viele Jahre lang von kleinen und mittelständischen Betrieben nur zögerlich angenommen wurde, sehen die Marktforscher im Zuge der Digitalisierung einen schnell wachsenden Einsatz. "Mehr als 80 Prozent der Unternehmen werden zukünftig auf Cloud Computing als strategischen Bestandteil der IT setzen", erwartet Janata. Gut 45 Prozent hätten bereits erste Produktiverfahrungen gesammelt.

Die Cloud schlägt sich laut der jüngsten Erhebung, die Crisp Research im Auftrag des IT-Dienstleisters QSC erstellt hat, auch in den Budgets und IT-Ausgaben nieder. Schon heute stecken die Unternehmen demnach jeden zweiten Euro ihres IT-Budgets in den Aufbau und Betrieb von Cloud-Architekturen. Cloud-Hosting-Modelle und SaaS-Dienste entwickelten sich immer häufiger zu einer Alternative zu klassischen On-Premise-Lizenzen.

Besonders gefragt sind dabei hybride Betriebsszenarien und die Orchestrierung mehrerer Cloud-Services in einer vernetzten Umgebung, beobachten die Analysten. Die Zahl der Umgebungen, in denen mehrere Cloud-Services parallel betrieben werden, soll sich in den nächsten drei Jahren verdreifachen. Rund drei Viertel aller Cloud-Infrastrukturen seien dann Multi- oder Hybrid-Cloud-Umgebungen. Bis 2020, so die Prognose, werde sich Multi-Cloud als Deployment-Standard durchgesetzt haben.

Nach der Lesart von Crisp Research besteht eine Multi-Cloud-Umgebung aus einer unbestimmten Anzahl von Diensten mehrerer Cloud-Anbieter in verschiedenen Ausprägungen (IaaS, PaaS, SaaS), die wiederum in unterschiedlichen Deployment-Modellen (Public, Private, Managed) genutzt werden. Die jeweiligen Cloud-Umgebungen müssten dabei nicht zwangsläufig vollständig miteinander integriert sein, sondern könnten auch autark arbeiten.

Geschäftsanforderungen treiben die Multi-Cloud

Den wichtigsten Grund für das Vordringen der Multi-Cloud sieht Crisp Research im Aufkommen immer neuer digitaler Workloads. Eine einzelne Infrastruktur könne den Betrieb solcher Umgebungen nicht gewährleisten. Für eine Multi-Cloud sprechen aus Sicht deutscher Entscheider aber auch die Skalierbarkeit sowie der Wunsch, die Stärken verschiedener Anbieter im eigenen Architekturmodell zu kombinieren. Etwas überraschend spielt das Thema Vendor-Lock-in, sprich die drohende Abhängigkeit von einem Anbieter, in den Überlegungen kaum eine Rolle.


Steigende Betriebsanforderungen durch neue digitale Workloads sind der wichtigste Grund, hybride und Multi-Cloud-Szenarien aufzubauen.
Foto: Crisp Research


Viele Hürden auf dem Weg zur Multi-Cloud
In der Praxis gestaltet sich der Weg in Richtung Multi-Cloud alles andere als einfach. Crisp Research sieht auf Basis der jüngsten Umfrage eine ganze Reihe technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Die größten technischen Probleme bereitet Unternehmen demnach die Migration bestehender Systeme. Auch die Daten- und Prozessintegration empfinden viele als schwierig. Zu kämpfen haben die Verantwortlichen ferner mit der Aufgabe, die internen Anforderungen mit den diversen Cloud-Portfolios der Anbieter ein Einklang zu bringen.

Die Marktforscher sehen darin grundsätzliche Herausforderungen, die sich im Anfangsstadium einer Multi-Cloud ergäben. Doch auch im laufenden Betrieb gibt es Hürden. Dazu gehört etwa die Notwendigkeit, einheitliche Security- und Connectivity-Standards durchzusetzen. Die Administration der Services über eine einheitliche Management-Konsole gestaltet sich in der Praxis ebenfalls schwierig.

Letzteres Problem dürfte sich mit der digitalen Transformation eher noch verschärfen, zeigt ein anderes Ergebnis der Befragung. So glauben 84 Prozent der Entscheider, dass die Anzahl der Applikationen im Rahmen der Digitalisierung erheblich zunehmen wird. Die Mehrheit (60 Prozent) geht davon aus, dass künftig zehn bis 40 Prozent mehr Anwendungen im Unternehmen genutzt werden. 24 Prozent rechnen sogar damit, dass sich die Anzahl um mehr als 50 Prozent erhöhen könnte. Die Komplexität der gesamten IT-Landschaft wird damit weiter zunehmen, kommentieren die Analysten: "Die zunehmende App-Fülle sorgt unweigerlich dafür, dass mehr Backend-, Infrastruktur- und Management-Komponenten notwendig sein werden."

Compliance und Datenschutz fordern Cloud-Manager heraus
Auf organisatorischer Ebene sehen die Befragten das Einhalten von Datenschutz-, Compliance und IAM-Vorgaben als größte Herausforderung (IAM = Identity and Access Management). Hinzu kommt vielerorts das Problem der Schatten-IT beziehungsweise der nicht autorisierten Nutzung von Cloud-Services. Auch fehlendes Know-how spielt häufig eine Rolle.

Geht es um wirtschaftliche Herausforderungen, beklagen die meisten Entscheider die fehlende Transparenz hinsichtlich der Cloud-Kosten sowie unklare Lizenzmodelle der Anbieter. In vielen Fällen seien die gesamten anfallenden Kosten (Total Cost of Ownership, TCO) und der Return on Investment (RoI) gar nicht kalkulierbar. Die Abrechnungsprozesse der Cloud-Anbieter empfinden etliche Entscheider als zu aufwändig.


Neben technischen Hürden klagen Cloud-Verantwortliche über intransparente Kosten und aufwändige Abrechnungsprozesse der Service-Provider.
Foto: Crisp Research


Neue Chancen für Managed Service Provider
In dieser Gemengelage sieht Crisp Research gute Chancen für spezialisierte Service-Provider: "Multi-Cloud- und Managed Service Provider werden die maßgeblichen Akteure, denen die Verantwortung der Migration, Inbetriebnahme und Optimierung der Plattform zuteil wird", kommentiert Janata. Er erwartet, dass mehr als 80 Prozent der Unternehmen wesentliche Teile ihrer Multi-Cloud-Operations an externe Experten auslagern. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen hätten vor allem Anbieter mit einem umfassenden Leistungsspektrum die besten Karten. Sie müssten Unternehmen nicht nur in puncto Migration und Betrieb unterstützen, sondern darüber hinaus Wirtschaftlichkeitsanalysen anstellen und die Kunden beim Change Management begleiten.
Mehr über das Thema finden Sie hier: computerwoche.de


von:  Wolfgang Herrmann - computerwoche.de


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