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01.12.2017

Microsoft erweitert sein EDU-Portfolio

Microsoft erweitert sein Versprechen immer weiter, dass möglichst jede Produktgruppe analysieren muss, wie die Funktionalitäten auch im Bildungsbereich mit einem echten Mehrwert eingesetzt werden können. Daraus sind im letzten Jahr viele, sehr interessante Neuerungen entstanden, die sich nun jedoch auch erst noch bewähren müssen. In diesem Artikel versuchen wir einen kleinen Überblick dazu zu geben.

OneNote Learning Tools
Die Lerntools, die zu Beginn in OneNote mit einem Add-in hinzugefügt werden konnten, können wahrscheinlich den grössten Erfolg feiern. Die Lerntools bieten einen plastischen Reader, der das Leseverständnis von Kindern signifikant innert kürzester Zeit verbessern können. Das Tool stellt den Text grösser dar, unterteilt die Worte in ihre Silben, kennzeichnet Substantive oder die Verben und liest den Text in der gewünschten Geschwindigkeit laut vor. Auf diese Weise kann der Benutzer beliebig einen Satz auch mehrere Male üben. Zudem kann man Texte auch diktieren, die dann durch das Tool in maschinengeschriebene Sätze umwandelt und das in recht guter Qualität. Der plastische Reader ist mittlerweile auch in Word integriert.

OneNote Kursnotizbuch
OneNote ist das Tool allgemein, das von Microsoft besonders gefördert und weiterentwickelt wird. Lange war es eher im Schatten der grossen Office Programme wie Word, muss sich aber mittlerweile nicht mehr verstecken. OneNote gibt es auf jeder Plattform, leider aber noch nicht überall mit den gleichen Funktionen. Zumindest das Aussehen wurde angepasst. Für Schulen gibt es die Funktion Kursnotizbuch, über das die Lehrpersonen für die Zusammenarbeit in der Klasse und auch für die Aufgabenverteilung gemeinsame Notizbücher erstellen können. Dabei werden folgende Bereiche bzw. Abschnittsgruppen angelegt:

  • Inhaltsbibliothek: Die Lernenden haben nur Lesezugriff. Die Lehrpersonen können in diesem Bereich die Theorie für den Unterricht abbilden.
  • Platz zur Zusammenarbeit: Die Lernenden haben Schreibzugriff. Inhalte können gemeinsam erarbeitet oder auch Brainstorming durchgeführt werden.
  • Nur Lehrpersonen: Die Lernenden sehen diesen Bereich gar nicht. Bietet den Lehrpersonen die Möglichkeit, sich darin über die Lernenden austauschen oder auch die Unterrichtsvorbereitung durchführen zu können.
  • Schülernotizbuch: Jeder Lernende erhält einen persönlichen Bereich, in dem die Aufgaben erledigt werden können. Der Lernende sieht immer nur seinen eigenen Bereich, die Lehrperson alle Schülernotizbücher.

Über das Register «Kursnotizbuch» erhalten die Lehrpersonen zudem die Möglichkeit, Aufgabenseiten in OneNote direkt in die gewünschten Schülernotizbücher zu kopieren. Damit die erledigten Aufgaben später einfacher korrigiert werden können, wurde eine Übersicht integriert, über die man schneller zwischen den einzelnen Lernenden wechseln kann. Der Vorteil von Theorie und Aufgabe in OneNote gegenüber einem Word Dokument oder einer PowerPoint-Präsentation ist, dass man freier in der Gestaltung und interaktiver gemeinsam arbeiten kann. Man ist nicht mehr an eine starre Ordnung von Text und Bildern gezwungen, sondern kann den ganzen Inhalt in einzelnen Containern beliebig organisieren. Das einbetten von Youtube-Filmen, Geogebra-Applets oder Formularen runden das Ergebnis ab.

Die Kursnotizbücher werden dabei in Office 365 für Schulen über die Kachel «Kursnotizbücher» generiert. Jedes Notizbuch wird – und das ist leider der Nachteil – im persönlichen OneDrive for Business der Lehrperson gespeichert, die es erstellt. Ganz neu hat man die Möglichkeit, dass man innerhalb des Platzes für die Zusammenarbeit auch Unterbereiche für Gruppenarbeiten eröffnen und den Eltern einen Lesezugriff auf die Inhaltsbibliothek erteilen kann.

Office Forms
Forms ist eine einfache App, mit der man sehr schnell und einfach kleine Befragungen und Quizzes durchführen kann. Die Fragen werden vollständig im Browser zusammengestellt und danach ein Freigabelink generiert, den man der Zielgruppe zustellen kann. Interessant in der Schule ist die Befragung vor allem dann, wenn man eine Rückmeldung der Lernenden einholen möchte. Dazu kann man nebst dem Freigabelink auch einen QR-Code generieren, den die Lernenden dann z.B. mit dem Smartphone scannen und so gleich die Webseite öffnen können. Die Lehrperson kann dabei den Eingang der Antworten beobachten. Eine andere Möglichkeit ist auch das Einholen einer Rückmeldung der Eltern, da auch anonyme Befragungen möglich sind.

Die Quizzes sind noch sehr am Anfang und ermöglichen noch keine grösseren Prüfungen. Man sieht jedoch gut, wohin der Weg führt und besonders, dass etwas geht. Letzte Woche auch gerade noch angekündigt, dass Forms offiziell nun auf den europäischen Servern verfügbar ist und somit auch das Datenschutzproblem etwas relativiert werden kann. Trotzdem sollte man weiterhin keine Lehrpersonenbefragungen über Forms durchführen.

Minecraft:Education Edition
Minecraft wurde bereits schon vor einigen Jahren durch Microsoft gekauft und hat nun auch im Schulbereich Fuss gefasst. Die Lehrpersonen und Lernenden melden sich dabei mit ihrem Office 365 Konto an Minecraft an und bewegen sich dann in einem vordefinierten Bereich innerhalb von Microsoft. Es geht dabei um die Zusammenarbeit, das Erkunden, Erbauen und Lösen von Aufgaben in Minecraft. Wieso nicht einmal eine Pyramide spielerisch gemeinsam aufbauen und berechnen lassen? Nebst der Gamification wird eine weitere Neuerung sehr relevant für den Lehrplan 21 werden. Vor Kurzem hat Microsoft einen CodeBuilder in Minecraft integriert. Es gibt insgesamt vier verschiedene Typen von CodeBuildern vom Zusammenklicken der Algorithmen bis zum Schreiben von komplexerem JavaScript-Code. Dabei kann man zuschauen, wie der eigene Code direkt gebaut wird.

Windows Mixed Reality
Mit dem Windows 10 Fall Creators Update hält besonders der Begriff Mixed Reality Einzug. Schon seit längerer Zeit feiert Microsoft in der Forschung mit seiner Brille HoloLens einen grossen Erfolg. Dabei werden virtuelle Objekte mit der realen Welt verschmolzen. Da sich nicht alle eine eher teure HoloLens leisten können, kann nun die in Tablets oder Notebooks integrierte Kamera verwendet werden. In der Mixed Reality Viewer App hat man die Möglichkeit, Objekte wie z.B. ein menschliches Herz aus dem Katalog auszuwählen und mit der Kamera direkt am richtigen Ort bei einem Kollegen zu platzieren und dies genauer zu erforschen. Schon bald werden erschwingliche Mixed Reality Brillen von Acer, Dell oder HP auf dem Markt erscheinen, die dann das Spektrum nochmals erweitern werden.

Microsoft Teams
Teams ist eine vollständig neue Kommunikations- und Kollaborations-App für Office 365. Sie integriert das Beste aus SharePoint, Exchange und Skype und erweitert die Möglichkeiten mit Apps von Drittherstellern wie z.B. Adobe und Bots, die automatisch Daten liefern. Teams gibt es nebst der Browserversion auch als App für jede Plattform. Zu Beginn war man wohl eher vorsichtig gegenüber Teams, da man nicht immer weiss, ob eine App auch wirklich bleibt. Mittlerweile ist jedoch klar, dass Teams weiter ausgebaut wird und Skype for Business online vollständig ablösen wird. Auch für den Bildungsbereich bietet Teams viele interessante Anwendungsszenarien, da man in Teams nicht nur Gruppen- oder Projekträume sondern mittlerweile auch Klassen bzw. Kurse erstellen kann. Folgende Funktionen werden den Klassen standardmässig angeboten:

  • Chat: Jedes Team besitzt einen persistenten Chat, über den sich die Lernenden mit den Lehrpersonen austauschen können. Man kann natürlich die Lernenden auch «stumm» schalten, so dass nur eine Information von seitens der Lehrperson möglich ist. Das interessante daran ist, dass man so endlich eine Alternative zu den Whatsapp-Gruppen hat. Auf mobilen Geräten wird man über die Teams-App per Push-Benachrichtigung informiert.
  • Dateiablage: Die Dateiablage basiert auf SharePoint online. Man kann wie gewohnt eine Ordnerstruktur umsetzen, Dokumente ablegen und gemeinsam bearbeiten.
  • Kursnotizbuch: Jedes Team erhält ein OneNote Kursnotizbuch, wie es bis jetzt über die separate App «Kursnotizbuch» jeweils erstellt werden konnte. Die Vorteile von dieser Variante sind, dass die Schülernotizbücher automatisch generiert werden und das Kursnotizbuch ist nun nicht mehr im persönlichen OneDrive for Business der Lehrperson, sondern in einem gemeinsamen Teamspeicher abgelegt.
  • Aufgaben: Ein einfaches LMS, mit dem die Lehrpersonen Aufgaben an die Lernenden verteilen, wieder einsammeln und korrigieren können. Die Lehrperson kann dabei Dokumente aus dem eigenen OneDrive Speicher oder auch OneNote Seiten auswählen, die durch die Lernenden bearbeitet werden müssen.

Damit die Klassen- bzw. Kursräume nicht manuell durch die Lehrpersonen oder einen Administrator verwaltet werden müssen, wurde im Hintergrund der sogenannte Microsoft SchoolDataSync aufgebaut. Dieser bietet eine Importmöglichkeit der Daten aus der Schulverwaltungssoftware. Die Kursräume werden automatisch generiert und die jeweiligen Lernenden und Lehrpersonen zugeteilt. Da die CSV-Dokumente in einem bestimmten Format abgeliefert werden müssen, hat die ISE AG ihr Tool ISE School ADSync erweitert, so dass die Exports aus der jeweiligen genutzten Schulverwaltungssoftware automatisch verarbeitet und in den SchoolDataSync importiert werden können.

Was kommt als nächstes…
Aktuell baut die ISE AG eine Partnerschaft mit dem norwegischen LMS-Hersteller Skooler auf. Skooler baut auf Office 365 für Schulen auf und bietet erweiterte LMS-Tools speziell für Schulen an. Dabei geht es nicht mehr nur um die Aufgabenverteilung, sondern auch um die Integration des Lehrplans 21, so dass man bis auf die Wochen genau planen kann, welche Kompetenzen und Ziele aus dem Lehrplan wann durchgenommen werden. Zudem gibt es ein kleines Prüfungstool, ein Absenzwesen, einen Klassenspiegel, einen Mitteilungsbereich und ein Elternportal. Darin können sich die Eltern über die aktuellen Aufgaben und Fortschritte der Kinder informieren. Über den individuellen Lernplan werden die Ziele gemeinsam definiert und deren Erreichung dokumentiert. Aktuell arbeitet Skooler auch an der Integration in Microsoft Teams und wir an den Anpassungen für die Schweizer Schulen, so dass der Start auf das nächste Schuljahr 2018/19 gewährleistet werden kann.
Quelle: ISE AG
Dario Züger auf Cloud-Finder Schweiz
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