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01.12.2014

Dunkle Wolken über der rosigen Schweizer Cloud-Zukunft: Wie viel ist ein Schweizer Cloud Label wert?

Prof. Dr. Reinhard Riedl

Cloud Computing ist eine Vertrauensdienstleistung und profitiert deshalb vom Standortlabel Schweiz. Aber der Vorsprung der Amerikaner, die angestrebte Kundenorientierung der EU und die absehbare Billigkonkurrenz aus Asien trüben die Zukunftsaussichten erheblich. Deshalb sollten Schweizer Anbieter sich über eine Mission definieren.  

Die traditionellen Werte in der Waagschale Schweizer Cloud-Anbieter

Die Schweiz hat hohe internationale Reputation. Trotz wachsender politischer Unwägbarkeiten, wie sie sich aus dem Zusammenspiel von nationaler Unzufriedenheit und internationalem Konformitätsdruck ergeben, zählt sie nach wie vor zu den allervertrauenswürdigsten Ländern weltweit. Das ist eine sehr gute Voraussetzung für Schweizer Cloud Anbieter, um auf dem internationalen Markt mit einem Label „Located in Switzerland“ aufzutreten. Denn ein Server-Standort Schweiz schafft Vertrauen.

Dazu kommt, dass die Schweiz eine Reputation für Exzellenz in der IT-Industrie hat. Schweizer Banken waren in der Vergangenheit internationale Vorreiter in der professionellen IT-Nutzung. Schon Mitte der 90er Jahre setzten sie CORBA im operativen Betrieb für das Kerngeschäft ein. Anschliessend konzentrierten sie sich auf die Beherrschung des Komplexitätswachstums durch immer konsequenteres Architekturmanagement. Auch die Entscheidungsfindung wurde rationalisiert. Für IT-Dienstleiter war ein Auftrag für eine Schweizer Grossbank Lösungen zu erarbeiten das Qualitätssiegel schlechthin. Diese Exzellenz in der IT-Nutzung reiht sich ein in die grosse Schweizer Ingenieurstradition. „Mögen die anderen schneller sein, wir können es besser und zuverlässiger.“ war und ist ein glaubwürdiger Marketingspot!

Schwarze Wolken ziehen vor die rosigen Zukunftsaussichten
Es gibt also gute Gründe für Kunden – auch solche aus dem Ausland – auf Schweizer Cloud-Angebote zu setzen. Die Zukunftsaussichten für Schweizer Anbieter scheinen mehr als rosig. Leider bauen sich schwarze Wolkentürme am Zukunftshorizont des Schweizer Cloud Computing auf, noch bevor es so richtig begonnen hat. Sie drohen die Schweizer Anbieter den Weg zum internationalen Markt zu verbauen. Die erste und dunkelste Bedrohungswolke ist der immer grösser werdende Vorsprung der Amerikaner, über den der Rückstand der europäischen Mitbewerber nicht wirklich hinwegtrösten kann. Je nach Sichtweise haben die Amerikaner fünf bis fast zehn Jahre Vorsprung. Das ist mittelfristig nur schwer aufzuholen, denn gutes Engineering lebt von der Erfahrung. Und einen Teil dieser Erfahrung kann man nur im operativen Geschäft sammeln.

Die zweite Bedrohungswolke ist die neue finanzielle Knappheit in der Bankeninformatik. Damit droht eines der wichtigsten Aushängeschilder der Schweizer Informatik zu verblassen. Das offizielle Eingeständnis einer Schweizer Grossbank, dass man es nicht geschafft habe, eine interne Cloud zu realisieren, mag zwar bei oberflächlicher Betrachtung ein Grund zum Jubeln für die Anbieter externer Clouds zu sein. Schaut man genauer, hin ist es genau das Gegenteil. Denn unter den Experten gilt die IT der Grossbanken jener der Cloud-Anbieter als überlegen – ganz abgesehen davon, dass es für eine Bank rechtlich unzulässig wäre, Ihre Daten in eine externe Cloud auszulagern. Das erinnert uns daran, dass immer dann, wenn es um wirklich wichtige Daten geht, der Gesetzgeber externe Clouds ausschliesst. Immerhin, allein die Tatsache, dass Grossbaken ehrlich über ihre Probleme sprechen, erzeugt schon wieder das Vertrauen, dass eben doch gutes Engineering eine nachhaltige Schweizer Tradition ist. Man lügt sich nicht in die Tasche, sondern macht die Probleme transparent und geht sie an. Das schafft und zeigt Stärke.
 
Die Cloud Strategie der EU
Die dritte Bedrohungswolke kommt von der EU.  Vordergründig ist die geringe Beteiligung der Schweiz an den Europäischen Infrastruktur- und Cybersecurity-Programmen – nur in STORK nehmen wir Leadrollen ein –  für die Attraktivität Schweizer Anbieter ambivalent. Manche Kunden sehen die Nicht-Zusammenarbeit mit den EU-Staaten sicher positiv, weil sie selber wenig mit der EU zu tun haben wollen. Andere werden sie eher als Risiko deuten. Vermutlich halten sich die Vor- und Nachteile aktuell die Waage. Aber die Bewerbung der Vorteile ist heikel und man muss sich die Nachteile genauer anschauen, um dagegen Argumente zu finden. Tatsächlich dienen die EU-Programme primär drei Zielen:

  1. Dem intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch
  2. Der Etablierung starker Netzwerke auf persönlicher und auf organisatorischer Ebene
  3. Der Etablierung von technischen, organisatorischen und rechtlichen Standards.

Austausch und Vernetzung sind aus Marktperspektive sogenannte Nontangible Assets – das heisst reale aber nicht finanziell bewertbare Werte – so wie auch die Schweizer Vertrauenswürdigkeit ein Nontangible Asset darstellt. Erfolgreiche Standardisierung ermöglicht Economies of Scale und höhere Sicherheit gegen feindselige Angriffe. Darüber hinaus entsteht ein Wissensvorsprung für die an der Standardisierungsarbeit Beteiligten. Alle drei Ziele schaffen also Nutzen für die Cloud Anbieter aus der EU.

Natürlich gibt es berechtigte Zweifel in Bezug auf den Erfolg der EU Cloud Strategie. Allerdings hat die eIDAS Regulierung gezeigt, dass die EU willens ist, ihre Standards rechtlich zu unterstützen und auf Verwaltungsebene sich zur Einhaltung selber verpflichtet. Das wird auch der Markt als Signal interpretieren, in welche Richtung es geht – ein Signal, das durch die zukünftigen Investitionen in den Infrastrukturaufbau für die e-Society durch das CEF-Programm weiter verstärkt werden wird. Grosse Fragezeichen bleiben nur, ob CEF im Bereich Cloud Computing wirklich Infrastruktur schaffen wird. Denn so wirklich Wirklichkeit geworden sind die europäischen Clouds noch nicht.

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Prof. Dr. Reinhard Riedl - Wissenschaftlicher Leiter des FB Wirtschaft BFH


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