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01.03.2014

Cloud Migration - Teil der vierten industriellen Revolution

Cloud-Finder Schweiz Beirat: Dr. Herbert Wanner

Der Megatrend der Cloud Migration ist als Teil der vierten industriellen Revolution zu sehen, welche derzeit weltweit im Gange ist. Diese fundamentale und in vielen Belangen disruptive Business Transformation basiert auf dem Internet of Everything Paradigma und ist Wegbereiter der digitalen Ökonomie.

Die erste und zweite industrielle Revolution – Energie als Treiber

Wenn mit der ersten industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts durch die Dampfmaschine Energie einfacher und überall erzeugt werden konnte und zur Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft geführt hat, so hat die zweite industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts dazu geführt, dass Energie nicht mehr lokal und sehr teuer in eigenen Kraftwerken produziert werden musste, sondern über Stromnetze überall hin übertragen werden konnte und damit die Massenfertigung mit Hilfe von Fliessbändern und elektrischer Energie ermöglicht hat. Wie schon mit der ersten industriellen Revolution wurde die Produktivität der industriellen Produktion auch mit der zweiten weiter markant gesteigert. Die Produktivitätssteigerung ist bekanntlich Ursprung und Treiber wirtschaftlichen Wachstums.

Die dritte industrielle Revolution auf Basis von Elektronik und Informationstechnologie

Mit die Einführung des Arbeitsplatz-Computers und dem flächendeckenden Einsatz von Elektronik und Informations- und Kommunikationstechnologie in der gesamten Wirtschaft, hat in den 1980er-Jahren die dritte industriellen Revolution stattgefunden. Dabei wurde nicht nur die Arbeitsweise sondern die gesamte Wirtschaft radikal verändert. Dies ging mit einer weiteren markanten Steigerung der Arbeitsproduktivität wie auch der Gesamtproduktivität der Wirtschaft einher. Mit der dritten industriellen Revolution sind Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie zu einem neuen und relevanten Produktionsfaktor geworden, welcher auch immer mehr Investitionsausgaben (CAPEX) und Aufwendungen für den operativen Geschäftsbetrieb (OPEX) absorbiert. Dies ist für das Gros der Firmen und Organisationen in der Privatwirtschaft wie im Öffentlichen Sektor zu einem relevanten und auch limitierenden Kostenfaktor geworden.

Die vierte industrielle Revolution – das Internet im Zentrum

Mit Beginn des neuen Millenniums und der weltweiten Verbreitung des Internets ist die vierte industrielle Revolution eingeleitet worden. In deren Zentrum steht das Internet, welches als globales und leistungsfähiges Daten-Netzwerk multifunktional genutzt wird. Immer mehr Leute sind über mobile intelligente Endgeräte mit dem Internet verbunden und machen von der Möglichkeit Gebrauch, miteinander in permanentem Austausch zu stehen. Die rapid wachsende Zahl von mobilen Applikationen, das immer grössere Volumen an Daten und Informationen, welche über das Internet verfügbar sind, machen es möglich, dass auch immer mehr Geschäftsaktivitäten online und digital über das Internet  abgewickelt werden können. Dieses über das Internet verbundene Ökosystem von Leuten, Prozessen, Daten und Objekten hat zum Begriff des "Internet of Everything" geführt. Im angelsächsischen Raum wird auch der ähnlich gelagerte Begriff des "Industrial Internet" und im deutschen Sprachraum die Bezeichnung "Industrie 4.0" verwendet.

Auch die vierte industrielle Revolution, welche zu neuen Modulen wie der intelligenten Fabrik (Smart Factory) geführt und die Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Produktion ermöglicht hat, ist ein gutes Beispiel, dass technologischer Fortschritt der Treiber für Produktivitätssteigerung und wirtschaftliches Wachstum darstellt. Im Zentrum dieser vierten industriellen Revolution steht die Erfolgsgeschichte des Internets, welches sich zum Internet of Everything weiter entwickelt hat.

Das "Internet of Everything" Paradigma – Grundlage der Digitalen Ökonomie

Das Internet der Dinge und die aktualisierte Ausprägung, das Internet of Everything, waren bisher nur Ideen. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo diese Ideen Gestalt annehmen und zu einem substanziellen Wirtschaftsfaktor werden. Sinkende Preise für neue Technologien, Entwicklungen in komplementären Bereichen wie Cloud Computing, mobile Devices und mobile Applications haben zum Siegeszug des Internets beigetragen und das Internet of Everything geschaffen.

Das zum neuen Paradigma stilisierte "Internet of Everything" ist auf Basis des grossen Potentials an wirtschaftlichem Mehrwert, der generiert werden kann, zur Grundlage der digitalen Ökonomie geworden. Das "Internet of Everything" Paradigma postuliert, dass neue Geschäftsmöglichkeiten und ein wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen werden kann, im Mass, wie immer mehr Menschen mit dem Internet verbunden sind, immer mehr Prozesse über das Internet abgewickelt werden, immer mehr Daten und Informationen über das Internet verfügbar und immer mehr Sensoren und Devices am Internet angeschlossen sind. Gemäss Einschätzung der Gartner Group birgt die Entwicklung des Internet of Everything ein grosses wirtschaftliches Wachstumspotential (http://www.gartner.com/newsroom/id/2621015).

Das Internet of Everything wird sich gemäss Gartner wirtschaftlich auf drei Ebenen mit fundamentalen Veränderungen auswirken:

Ebene 1 "Business Prozess"
Auf Ebene 1 bewirkt digitale Technologie eine Verbesserung von Produkten,  Services und von Prozessen. Weiter ermöglicht die Nutzung digitaler Technologie auch eine raschere Entwicklung von neuen Produkten und eine bessere Interaktion mit Kunden.

Ebene 2 "Business Modelle"
Im Mass wie Firmen ihre Produkte, Services und Prozesse digitalisieren, wird auch eine neue Art von Geschäftsmodellen ermöglicht.  Gartner rechnet damit dass verschiedene Industrien mit der Entwicklung der Digitalisierung der Ökonomie fundamentale Veränderungen erfahren werden. Wie transformativ und disruptiv neue digitale Geschäftsmodelle sein können, hat Apple schon vor einigen Jahren eindrücklich mit der Lancierung von iTunes vorgeführt, was zur Transformation der ganzen Musikindustrie geführt hat. Und das war erst der Anfang. Für den Gartner Analysten Hung LeHong sind Nike mit connected Sportbekleidung, welche beginnen das Gesundheitswesen zu transformieren und Google mit der visiblen Präsenz in autonomen Fahrzeugen die nächsten Beispiele von Industrietransformation.

Ebene 3 Business Moment
Die dritte Ebene der digitalen Neu-Erfindung, von Gartner als “Business Moment” bezeichnet, entsteht durch die Anforderung mit Akteuren zu konkurrieren, die mit einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit neu in der Geschäftswelt auftauchen. Hung LeHong nennt als Beispiel Hotelketten wie Hilton, Hyatt und Starwood, welche in der früheren e-Commerce Phase von Brokern wie Hotels.com konkurrenziert wurden und nun neu von Firmen wie AirBnB attakiert werden, die mit einem neuartigen digitalen Geschäftsmodell auf dem Markt kommen und freie Betten in den Privathäusern ihrer Kunden zur Übernachtung anbieten. Gemäss LeHong  kann ein Business Moment von irgendwoher – auch aus dem Nichts – kommen und wie ein Blitz aus heiterem Himmel überall auftauchen und bezüglich Produkten, Services Zeitrahmen und Wettbewerb in ganz neuer noch nie dagewesener Gestalt daher kommen.

Die Digitale Ökonomie (Digital Economy) – Als Treiber wirtschaftlichen Wachstums

Diese vierte industrielle Revolution, welche auf dem Internet of Everything Paradigma basiert, führt zur digitalen Ökonomie, beschrieben in Don Tapscotts Best-Seller "The Digital Economy". Äquivalent werden auch die Begriffe "Internet Economy", "The New Economy" oder "Web Economy" verwendet. Die Erkenntnis, dass die digitale Ökonomie die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflussen wird, geniesst bei den Fachleuten eine breite Akzeptanz und Zustimmung. In zunehmendem Mass ist die digitale Ökonomie mit der traditionellen Ökonomie verbunden und eine klare Abgrenzung und Unterscheidung wird immer schwieriger.

Ein Indikator für neue Module aus der digitalen Ökonomie ist das Attribut "Smart". Wohl am Bekanntesten vom Begriff "Smart Phone", einem Mobile Phone, dass permanent mit dem Internet verbunden ist  und damit zu einem Internet of Everything Objekt geworden ist, über welches man mit vielen Leuten übers Internet verbunden sein, viele Web-basierte Prozesse abwickeln, auf viele Daten und Informationen über das Internet zugreifen kann, und sich mit vielen anderen Devices, die am Internet angeschlossen sind, im Machine-to-Machine Modus (M2M) austauschen können. Das Attribut "Smart" taucht aber auch auf, bei Smart Factory, Smart Energy, Smart Infrastructure, Smart Meter, Smart Grid, Smart Mobility und Smart Cities, dem wohl komplexesten Internet of Everything Modul. Das verbindende Element aller Smart Objekte und Module ist das Internet of Everything und die digitaler Ökonomie. In diesem Sinne lassen sich auch die neusten Begriffe aus dieser Smart-Begriffsfamilie verstehen wie "Smarte Strassenbeleuchtung" – propagiert als "Beleuchtung die mitdenkt", Smarte Abfallbewirtschaftung (Smart Waste Management), Smart Environmental Monitoring, Smarte Öffentliche Sicherheit (Smart Public Safety) etc.

Cloud Migration – ein Schritt in Richtung Digitale Ökonomie

Da Cloud Computing primär durch den Skalierungsgedanken entstanden ist, steht die Möglichkeit zur Skalierung von IT Ressourcen mit Cloud Computing im Zentrum. Die wichtigsten Funktionen einer Cloud Architektur umfassen eine effiziente "Always On"-Infrastruktur mit elastischer Skalierbarkeit, eine integrierte Datensicherung, eine ausgefeilte System-Automation sowie die Fähigkeit zu einer transparenten Migration von Applikationen und Daten innerhalb der gesamten Infrastruktur.

Einer der grossen Vorteile, welche mit dem Einsatz von Cloud Computing erzielt werden kann, sind die Skaleneffekte, ein ökonomisches Prinzip, welches eine Produktivitätssteigerung und Kostenreduktion in Aussicht stellt, im Mass wie es gelingt, den Output zu steigern mit geringeren Produktionsfaktoren auf der Inputseite. Die durch Cloud Computing mögliche bessere Ausnutzung von IT Ressourcen, erlaubt es, mit geringeren Finanzmitteln für IT Ressourcen mehr Leistungen in Form von IT Services zu erzeugen.

Eine wachsende Anzahl von Unternehmen wagt den Schritt in die Cloud, weil sie sich damit im Markt flexibler verhalten, rascher auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren, neue Produkte rascher entwickeln und auf dem Markt bringen sowie effizienter vermarkten und damit auch einen Schritt in Richtung digitaler Ökonomie realisieren können. Treiber für die stark wachsende Zahl an Unternehmen, die eine Cloud Migration eingeleitet haben, sind die sehr kurzen Implementierungszyklen, das Wegfallen hoher IT-Investitionen, die Einsparung von Betriebskosten, generell die grössere Flexibilität und Agilität im Business.

Die Cloud Migration reiht sich bezüglich erzieltem Nutzen in die grosse Tradition von Technologie-Innovation ein, welche zu einer markanten Produktivitätssteigerung bei wirtschaftlichen Tätigkeiten führt. Chronologisch wie funktional ist Cloud Computing und dessen Nutzung durch Cloud Migration der vierten industriellen Revolution zuzurechnen, weil sie auch auf dem Internet bzw. dem Internet of Everything aufsetzt und zu einem Megatrend geworden ist.

Eine Cloud Business Strategie legt die Roadmap der Cloud Migration fest. Mit der Umsetzung wird eine gute Voraussetzung geschaffen, das Internet of Everything zu erschliessen und kommerziell zu nutzen und dabei den Einstieg in die digitale Ökonomie erfolgreichen zu gestalten.

Fazit: Wer in der digitalen Ökonomie eine Rolle spielen will, tut gut daran, die Cloud Migration so früh wie möglich zu starten, von den Skaleneffekten zu profitieren, um das Potential des Internet of Everything zur Schaffung von Mehrwert voll nutzen zu können.


Dr. Herbert Wanner - Vorstandsmitglied EuroCloud Swiss tätig bei Axpo Power AG


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